Franziskaner verlassen den Standort an der Immermannstraße in Düsseldorf
Entscheidung nach 15 Jahren kontroverser Diskussion gefallen.
Die Provinzleitung hält es aufgrund des maroden Zustands des Klostergebäudes für absolut unverantwortlich in den Standort weiter zu investieren. Deshalb wird es keine Sanierung des jetzigen Klosters geben.
Der bauliche Zustand ist besorgniserregend und sorgt seit Jahren für ordensinterne Diskussionen über die Zukunft des zwischen Haupbahnhof und Düsseldorfer-City gelegenen Klosters. Die Leitung der Deutschen Franziskanerprovinz mit Sitz in München hatte sich auf ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr erneut mit dem Standort Düsseldorf beschäftigt und die lange ausstehende Entscheidung nun getroffen.
Die wertvolle seelsorgliche und soziale Arbeit der Brüder soll fortgeführt werden, jedoch nicht am jetzigen Platz. Besonders wichtig ist der Ordensleitung die Fortführung der Arbeit der jetzigen Firminus-Klause, die sich um bedürftige Menschen der Stadt kümmert.
Für die mehr als 7.000 Quadratmeter große Liegenschaft an der Immermannstraße soll ein neues Nutzungskonzept erarbeitet werden. Damit beauftragt wurde die Immobilius GmbH aus Senden im Münsterland, die an mehreren Standorten bundesweit die Eigentümerinteressen des Ordens vertritt. Das Unternehmen fungiert auch als Ansprechpartner für Anfragen aus der Öffentlichkeit sowie von Interessenten und Marktteilnehmern. Das Erzbistum Köln und die Stadt Düsseldorf sind über diesen Vorgang informiert. In gemeinsamen Gesprächen soll nach einer guten Lösung gesucht werden.
Hintergrund der aus Ordenssicht notwendigen Entscheidung sind neben der maroden Bausubstanz sinkende Mitgliedszahlen, die Verantwortung für immer mehr ältere und pflegebedürftige Brüder sowie stetig zurückgehende Einnahmen durch aktive Seelsorgsaufgaben. Auch an anderen Standorten in Deutschland wird der Orden zu einschneidenden Entscheidungen gezwungen sein, um eine qualifizierte franziskanische Präsenz für die Zukunft einer kleiner werdenden Ordensprovinz zu sichern.
kgi-Fides
Seit vielen Jahren ist die kgi - Kath. Glaubensinformation
Fides, eine Einrichtung des Erzbistums Köln, in den Räumen unseres
Klosters beheimatet.
Rafael Dermund OFM
und Artur Spallek OFM
sind Seelsorger in dieser Einrichtung.
Auf der Website www.kgi-fides.de finden Sie weitere Informationen
vision:teilen
Eine franziskanische Initiative gegen Armut und Not.
"Not hat kein Gebot" und "Not kennt keine Grenzen":
Auf der Website www.vision-teilen.org stellen Br. Peter Amendt und Br. Klaus Dieter Diedershagen diese Initiative der Düsseldorfer Franziskaner vor.



