Aktuelles
03.08.2010

Begräbnisstätten der Franziskaner in Düsseldorf

"Der Herrlichkeit Gottes entgegen...:"

 

Franziskanerkloster Altstadt (1651-1804 (?)),

Golzheimer Friedhof (1861-1871),

Stoffeler Friedhof (seit 1879) und

Krypta des Franziskanerklosters (1957)

 

Die Franziskaner, die seit 1651 in Düsseldorf lebten oder wirkten,  haben an verschiedenen Orten in Düsseldorf ihre letzte Ruhestätte gefunden:

In der Zeit von 1651 bis 1804 sind zahlreiche Mitbrüder im Bereich des alten Franziskanerklosters "St. Antonius von Padua" (heute: Kath. Kirche "St. Max") in der Altstadt beigesetzt worden. Das Kloster wurde 1804 aufgehoben.

Am 18. August 1853 ist das neue Franziskanerkloster an der Oststraße mit der Weihe der Kirche und des Klosters durch den Provinzialminister Pater Xaverius Kaufmann OFM  eröffnet worden. Dieses Kloster war in einem Stall untergebracht, die Kirche war eine kleine Notkirche. Am 13. Juni 1855 war die feierliche Grundsteinlegung für das neue Kloster, Oststr. 64, und für die neue Kirche "St. Antonius von Padua", Oststr. 62. Da diese Kirche im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört wurde, ist eine neue  Kirche an der Immermannstr. 20, Ecke Oststraße gebaut worden.

Die ersten verstorbenen Mitbrüder seit der Neueröffnung des Franziskanerklosters an der Oststraße (1853) sind wahrscheinlich auf dem Golzheimer Friedhof beerdigt worden.

Seit der Eröffnung des Stoffeler Friedhofs am 01. Februar 1879  sind unsere Mitbrüder auf dem Stoffeler Friedhof beigesetzt worden. Auch unser verehrungswürdiger Bruder Firminus Wickenhäuser OFM (1876-1939) ist zunächst auf dem Stoffeler Friedhof beerdigt worden. Seine letzte Ruhestätte befindet sich seit 1957 in der Krypta des Franziskanerklosters, Eingang Oststraße. 

Die Namen unserer verstorbenen Mitbrüder (ab 1861)  folgen im Anschluss an eine   Beschreibung des Stoffeler Friedhofs, die hier im Franziskanerkloster  wahrscheinlich von einem Mitbruder (Pater Thomas Köster OFM ?) geschrieben wurde:

"FRIEDHOF STOFFELN:

Die Düsseldorfer Friedhöfe gehören mit zu den größten und reizvollsten Grünanlagen, die die Stadt besitzt. Sie sind nicht nur die Ruhestätten der Verstorbenen. Manche von ihnen, vor allem die älteren Anlagen, werden wegen ihrer landschaftlichen Schönheiten und gärtnerischen Ausgestaltung immer mehr von Spaziergängern und Erholungssuchenden aufgesucht, weil sie die friedliche Stille der Friedhöfe den allzu stark besuchten Parks vorziehen.

Einer der schönsten ist der Stoffeler Friedhof. Er besteht seit dem 01.02.1879 und ist mit einer Fläche von 40 Hektar an Ausdehnung der drittgrößte Friedhof in Düsseldorf.

Der Name "Stoffeln" geht auf eine alte Gewannbezeichnung "Auf den Stoffeln" zurück, die sich auf die beim Roden des Sumpfwaldes stehengebliebenen Baumstümpfe bezieht. Später mag der Ortsname mit dem Personennamen "Stoffel" und mit dem heiligen Christoph in Verbindung gebracht worden sein.

Der Besucher wird beim Rundgang über den Friedhof zwei Gestaltungsarbeiten erkennen und zwar südlich der Kapelle den älteren Teil und seiner strengen geometrischen Anlage und ostwärts davon den landschaftlich angelegten Teil mit seinen kreuzenden Schneisen und geschwungenen Wegen mit viel Rasen und Sträuchern als neuere Planung.

Am  1.2.1879 wurde der jetzige ältere Teil als Friedhof Stoffeln eröffnet, und zwar gab es einen katholischen und einen evangelischen Teil.  Die jetzige öffentliche Toilette diente damals als Kapelle und Feierraum.

In der Zeit von 1940-1945 wurde auf Anordnung der damiligen Machthaber nicht mehr beerdigt. Der Friedhof Stoffeln sollte in Verbindung mit dem nahegelegenen Volksgarten in eine große Volkserholungsstätte umgewandelt werden. Nur der Ausgang des Krieges und die Rückkehr zu normalen Verhältnissen sicherte uns nach 1945 den Weiterbestand dieser wunderschönen Friedhofsanlage.

Als großer Baumhain wachsen im Friedhof prächtige Exemplare von deutschen und amerikanischen Eichen, grün- und rotblättrige Ahorne, Rot- und Blutbuchen, Birken und Platanen, sowie andere Baumarten als Einzelexemplare, darunter im Feld 28 ein prächtiger Mammutbaum, der in Kalifornien zu den mächtigsten Baumriesen der Welt heranwächst. Im Schutze der dichten Strauchpflanzungen finden Rebhühner und Fasanen ihren Unterschlupf.

Es ist wenger bekannt, daß 1228 Kriegstote der Niederlande hier auf dem holländischen Ehrenfeld in Stoffeln ruhen. Eine Gedenksäule hält die Erinnerung an die Toten der Konzentrationslager wach. Auf einem kleinen deutschen Ehrenfeld inmitten des alten Friedhofsteiles ruhen 117 deutsche Kriegstote.

Viel Liebe und Verehrung strahlen die meist sehr gepflegten Einzel- und Familiengräber aus. Ihre große Zahl macht es notwendig, in viele Felder zu gliedern und diese untereinander durch Sträucher zu trennen. Über alles schließt sich das große grüne Dach der Baumkronen zusammen.

Über 110.000 Bestattungen haben im Laufe der Jahrzehnte auf diesem Friedhof stattgefunden, mehr als 1427 Verstorbene wurden im vergangenen Jahr zur Ruhe gebettet.

1935 wurde mit der Planung und dem Bau des Krematoriums begonnen. die Feuerbestattungsanlage mit seinen zwei Verbrennungsögen wurde im Keller der Kapelle unterhalb des großen Freiraums eingebaut. Die ersten Leichenverbrennungen erfolgten 1936.

Mittlerweile haben bis Oktober 1977 ca. 31.000 Feuerbestattungen stattgefunden.

In der Kapelle befindet sich eine Orgel mit 15 Registern von Romanus Seiffert, Kevelaer.

Das große Wandgemälde (Engelsgestalt) wurde von Professor Schwarzkopf geschaffen."

 

UNSERE GRABSTÄTTE auf dem Stoffeler Friedhof befindet sich auf dem Hauptgang, von Süden kommend auf der linken Seite, nicht weit vor der Kapelle. Die Grabstätte hat ein großes, wertvolles Kreuz, geschaffen von Bruder Firminus Wickenhäuser OFM.

Verzeichnis unserer Verstorbenen:

 

Verstorbene Franziskaner in Düsseldorf

(mit Sterbetag und Altersangaben):

1.  

F.

Alardus Kraintzik OFM                    

15.05.1861                

28

2.

P.

Klementin Lammers OFM

28.11.1863

31

3.

P.

Wenzeslaus Brenker OFM             

15.04.1864

79

4.

P.

Ägidius Jonas OFM

25.05.1865

52

5.

B.

Rembert Lohmann OFM

12.01.1867

47

6.

P.

Kasimir Gossen OFM

04.01.1861

31

7.

P.

Hyazinth Bickhoff OFM

14.11.1869

64

8.

P.

Ladislaus Haselhorst OFM

18.10.1870

35

9.

F.

Rhabanus Schinke OFM

17.03.1871

22

 

STOFFELER FRIEDHOF:

10.

B.

Antonius Schäffer OFM

 03.02.1888

45

11.

P.

Xaverus Kaufmann OFM

26.09.1888

63

12.

P.

Kaspar Heymer OFM

09.06.1893

70

13.

F.

Epiphanius Montebauer OFM

13.08.1893

22

14.

B.

Petrus Loch OFM

24.12.1893

62

15.

P.

Othmar Maasmann OFM

15.03.1895

68

16.

P.

Augustin Henseler OFM

09.10.1896

60

17.

B.

Angelus Hilfert OFM

27.04.1897

72

18.

B.

Konrad Wirtz OFM

08.11.1897

70

19.

P.

Didymus Matern OFM

03.02.1901

59

20.

B.

Hugo Linderath OFM

19.08.1906

78

21.

P.

Paulinus Gerbener OFM

16.03.1908

43

22.

F.

Pazifikus Büscher OFM

04.01.1910

21

23.

B.

Berardus Pechtel OFM

06.12.1911

57

24.

B.

Modestus Peitz OFM

05.07.1912

75

25.

P.

Hyazinth Braun OFM

07.04.1915

34

26.

H.

Johannes Lukas OFM

26.10.1920

67

27.

P.

Felix Fobbe OFM

29.12.1920

40

28.

P.

Konstantin Przdezinski OFM

01.10.1922

81

29.

P.

Cajetan Schmitz OFM

28.10.1832

53

30.

P.

Theodor Raitz von Frentz OFM

02.03.1934

77

31.

P.

Beatus Reuter OFM

09.03.1935

71

32.

P.

Justin Niermann OFM

22.12.1936

69

33.

P.

Suitbert Bömer OFM

16.10.1938

64

34.

B.

Viktorin Gries OFM

23.06.1939

61

35.

P.

Helmut Freytag OFM

18.06.1950

55

36.

P.

Willibald Kullmann OFM

11.01.1953

75

37.

B.

Richard Busch OFM

22.11.1954

78

38.

P.

Rudolph Umpfenbach OFM

10.10.1955

57

39.

P.

Polykarp Lütke OFM

10.11.1958

68

40.

B.

Matthäus Hoff OFM

09.06.1961

77

41.

B.

Rochus Rademacher OFM

29.05.1964

61

42.

P.

Gabriel Schmidt OFM

14.08.1965

79

43.

P.

Ambrosius Bückmann OFM           

03.01.1966                   

62

44.

P.

Goswin Sontag OFM

26.05.1974

69

45.

P.

Julian Josef Mestdagh OFM

14.08.1975

67

46.

P.

Jakobus Wallenborn OFM

20.07.1978

74

47.

P.

Richard Kellner OFM

30.01.1979

76

48.

P.

Aurelius Schnubel OFM

01.12.1981

64

49.

P.

Alfons Weiler OFM

07.04.1982

76

50.

P.

Dagobert Gruben OFM

14.05.1986

71

51.

P.

Albrecht Schräder OFM

14.07.1989

87

52.

B.

Wendelin Wasserfuhr OFM

07.02.1990

76

53.

P.

Julian Stephan OFM

22.04.1990

79

54.

P.

Engelbert Wanners OFM

27.03.1991

74

55.

P.

Waltram Roggisch OFM

24.03.1995

86

56.

P.

Pedro Gálszécs OFM

09.07.2005

76

 

 

 

 

Düsseldorfer Franziskaner in

Neviges:

 

P. Thomas Köster OFM 24.04.2002 (82 J.)

P. Reinhard Klaßen OFM 26.12.2002

P. Bernhard Kallen OFM 30.03.2007(83 J.) 

 

 

Düsseldorfer Franziskaner in

Mönchengladbach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

B.

Maximilian Diedershagen OFM     

04.01.2001

 

 

P.

P.

Albertin Hermanns OFM

Landolf Wißkirchen OFM

14.07.2001

09.10.2002

 

P.

Peter Höller OFM

 

26.04.2003

 

 

 

P.

Markward Dudel OFM

30.05.2005

"Herr,

gib unseren verstorbenen Mitbrüdern die ewige Ruhe!

Und das ewige Licht leuchte ihnen!

Laß sie ruhen bei Dir in Frieden!

AMEN!"

PAX ET BONUM,

Ihr

Pater Klemens-Maria Banse OFM, Guardian