Aktuelles
12.06.2010

Papst Benedikt XVI. beendet Priesterjahr

Festmesse auf dem Petersplatz mit 15.000 Priestern

 

 

Mit einer großen Messe auf dem römischen  Petersplatz   ist das „Jahr der Priester“ zu Ende gegangen. Mit Papst Benedikt XVI.  konzelebrierten 15.000 Priester aus aller Welt; der Papst ermutigte sie, auch in

schwierigen Zeiten ihrer Berufung treu zu bleiben.

Und: Er bat Gott und die  Menschen um Vergebung für kirchliche Missbrauchsskandale.

Ein Priester sei „nicht einfach ein Amtsträger“, so der Papst:

 

„Er tut vielmehr etwas, das kein  Mensch aus   sich heraus kann:

 

Er spricht in Christi Namen das Wort der Vergebung  für unsere   Sünden und ändert so

von Gott her den Zustand unseres Lebens.

Er spricht über die Gaben von Brot und Wein die Dankesworte Christi, die  Wandlungsworte sind,

(welche) die Elemente der Welt verändern:

 

Die Welt auf Gott hin  aufreißen und mit ihm zusammenfügen.

 

So ist Priestertum nicht einfach „Amt“,

sondern   Sakrament: Gott bedient sich eines armseligen Menschen, um durch ihn  für die   Menschen da zu sein und zu handeln. Diese Kühnheit Gottes, der sich  Menschen   anvertraut, Menschen zutraut, für ihn zu handeln und da zu sein,  obwohl er   unsere Schwächen kennt – die ist das wirklich Große, das sich im Wort   Priestertum verbirgt.“

 

Ohne Umschweife erinnerte Benedikt  XVI. aber   auch an die Missbrauchsskandale, die der Kirche gerade in den letzten  Monaten   zu schaffen gemacht haben:

 

„Es war zu erwarten, dass dem  bösen Feind   das neue Leuchten des Priestertums nicht gefallen würde... So ist es  geschehen,   dass gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament des  Priestertums die Sünden von Priestern bekannt wurden – vor allem der Missbrauch der Kleinen, in dem das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in  sein   Gegenteil verkehrt wird. Auch wir bitten Gott und die betroffenen  Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun  wollen, um   solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen; dass wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst und bei der Formung auf dem Weg dahin alles  tun   werden, was wir können, um die Rechtheit der Berufung zu prüfen, und  dass wir die Priester mehr noch

auf ihrem Weg begleiten wollen, damit der Herr  sie in Bedrängnissen und Gefahren des Lebens schütze und behüte.“  (Vatikan-Nachrichten 11.6.2010)