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Spendenaktion

Wenn Überleben zur Kunst wird

Ein Obdachloser als Kunstaktion. In einem vergoldeten Rahmen sitzt er bettelnd auf der Straße. Ein Hingucker für viele Passanten in Düsseldorf.
Ein Obdachloser als Kunstaktion. In einem vergoldeten Rahmen sitzt er bettelnd auf der Straße. Ein Hingucker für viele Passanten in Düsseldorf.
Das schäbige Quartier eines Obdachlosen. Von der Agentur Ogilvy & Mather Düsseldorf in einer Mauernische kunstvoll in den Vordergrund gerückt. Davor steht eine Spendenbox mit einem QR-Code zur Internetseite der Aktion.
Das schäbige Quartier eines Obdachlosen. Von der Agentur Ogilvy & Mather Düsseldorf in einer Mauernische kunstvoll in den Vordergrund gerückt. Davor steht eine Spendenbox mit einem QR-Code zur Internetseite der Aktion.

„Schon wieder so einer“, ärgern sich Manche. „Bettler und Schnorrer“, nennen sie Andere.
„Die sind doch selbst schuld“, meinen Einige zu wissen. „Das geht mich nichts an“, sind sich Viele einig.

Gemeinsam mit der bekannten Werbeagentur "Ogilvy & Mather Düsseldorf" haben die Franziskaner in Düsseldorf eine Kampagne gestartet, um den Blick auf die Menschen am Rande zu richten: auf Menschen, die auf der Straße leben. Auf Menschen, die betteln müssen für ihren Lebensunterhalt. Auf Menschen, die unter Brücken und in Einkaufspassagen schlafen.

„Raising awareness“ nennt das der Werbefachmann. „Bewusstseinsbildung“ sagt dazu Bruder Antonius Schütze (56) von der Franziskaner Suppenküche in Düsseldorf. „Wir wollen den Blick dahin richten, wo viele reflexartig wegschauen“, erklärt Bruder Antonius. „Und die Leute von der Agentur Ogilvy & Mather hatten dazu eine sehr gute Idee: sie inszenierten eine Ausstellung der besonderen Art.“

Eingefasst in schwere Goldrahmen wurden Obdachlose in Düsseldorf dazu eindrucksvoll in Szene  gesetzt. Und zwar genau dort, wo sie leben: auf der Straße. Unter dem Titel “Überleben ist eine Kunst” rücken hier genau die Menschen in den Mittelpunkt, die man sonst gerne übersieht. Plakate und eine Spendenbox am jeweiligen “Kunstobjekt” transportierten das Museumsgefühl nach draußen. Über einen QR-Code gelangen Interessierte zur Webseite ueberleben-ist-eine-kunst.de, die auch über den Zeitraum der Aktion hinaus zu Spenden für die Obdachlosenarbeit der Franziskaner aufruft. Eine kuriose Idee der Agentur Ogilvy & Mather, die für ihre kreative Arbeit mehrfach mit dem Goldenen Löwen in Cannes ausgezeichnet wurde, und durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Tafel bereits Erfahrung mit dem Thema „Armut in der deutschen Gesellschaft“ sammeln konnte.

Die Reaktionen: Erst Erstaunen, dann Interesse für das individuelle Schicksal des Einzelnen und vielleicht eine neu geschaffene Wahrnehmung für die Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben.

Bruder Antonius kennt die Situation der Armen in unserer Gesellschaft. Er erfährt sie jeden Tag aufs Neue in der „Klause“, der Suppenküche der Franziskaner in Düsseldorf. Denn diese ist eine der Anlaufstellen in der Stadt, wo Bedürftige eine kostenlose warme Mahlzeit und einen Kaffee bekommen. „Männer und Frauen, bei denen am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist“, erklärt Bruder Antonius die ernste Situation auf seine fröhliche, humorvolle Art. „Es kommen Menschen, die in eine Notlage geraten sind. Immer mehr kommen mittags zu uns in die Suppenküche der Franziskaner in Düsseldorf, deshalb sind wir auch immer mehr auf Spendengelder angewiesen.

Der offenen Blick auf die Not der Menschen die am Rand leben ist für den Franziskaner selbstverständlich. „Das liegt uns sozusagen in der DNA“ erklärt Bruder Antonius. „Seit vor 800 Jahren unser Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi, einen Aussätzigen umarmte, und dabei seine Berufung fand, ist uns die Solidarität mit den Armen ins Stammbuch diktiert“. Die Franziskaner leben selbst bescheiden, ohne persönlichen Besitz und verzichten auf Titel und Karriere. In zahlreichen Einrichtungen in Deutschland und weltweit leben Sie an der Seite der Armen: als Nothelfer, als Seelsorger, als Gesprächspartner oder Fürsprecher. Sie werden nicht müde, auch gesellschaftspolitische das Thema Armut immer wieder einzubringen.

 


Franziskaner verlassen den Standort an der Immermannstraße in Düsseldorf

Firminusklause, die Bedürftigenspeisung am Franziskanerkloster
Kirchenschiff der Franziskanerkirche

Entscheidung nach 15 Jahren kontroverser Diskussion gefallen.

Die Provinzleitung hält es aufgrund des maroden Zustands des Klostergebäudes für absolut unverantwortlich in den Standort weiter zu investieren. Deshalb wird es keine Sanierung des jetzigen Klosters geben. 

Der bauliche Zustand ist besorgniserregend und sorgt seit Jahren für ordensinterne Diskussionen über die Zukunft des zwischen Haupbahnhof und Düsseldorfer-City gelegenen Klosters. Die Leitung der Deutschen Franziskanerprovinz mit Sitz in München hatte sich auf ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr erneut mit dem Standort Düsseldorf beschäftigt und die lange ausstehende Entscheidung nun getroffen. 

Die wertvolle seelsorgliche und soziale Arbeit der Brüder soll fortgeführt werden, jedoch nicht am jetzigen Platz. Besonders wichtig ist der Ordensleitung die Fortführung der Arbeit der jetzigen Firminus-Klause, die sich um bedürftige Menschen der Stadt kümmert.  

Für die mehr als 7.000 Quadratmeter große Liegenschaft an der Immermannstraße soll ein neues Nutzungskonzept erarbeitet werden. Damit beauftragt wurde die Immobilius GmbH aus Senden im Münsterland, die an mehreren Standorten bundesweit die Eigentümerinteressen des Ordens vertritt. Das Unternehmen fungiert auch als Ansprechpartner für Anfragen aus der Öffentlichkeit sowie von Interessenten und Marktteilnehmern. Das Erzbistum Köln und die Stadt Düsseldorf sind über diesen Vorgang informiert. In gemeinsamen Gesprächen soll nach einer guten Lösung gesucht werden.  

Hintergrund der aus Ordenssicht notwendigen Entscheidung sind neben der maroden Bausubstanz sinkende Mitgliedszahlen, die Verantwortung für immer mehr ältere und pflegebedürftige Brüder sowie stetig zurückgehende Einnahmen durch aktive Seelsorgsaufgaben. Auch an anderen Standorten in Deutschland wird der Orden zu einschneidenden Entscheidungen gezwungen sein, um eine qualifizierte franziskanische Präsenz für die Zukunft einer kleiner werdenden Ordensprovinz zu sichern.

kgi-Fides

Seit vielen Jahren ist die kgi - Kath. Glaubensinformation 
Fides
, eine Einrichtung des Erzbistums Köln, in den Räumen unseres 
Klosters beheimatet.

Auf der Website www.kgi-fides.de finden Sie weitere Informationen